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„Widersagt ihr dem Teufel und all seinen Werken..?“ heißt es da manchmal so schön in der Kirche. Ein Ex-Ministrant und Oster-Pfingst-Sonntag Kirchengänger weiß das. Widersagen kann man aber auch im wirklichen Leben. Also quasi in „echt“. Wenn man beispielsweise dem Teufel in Form eines gebrauchten, wenig gefahrenen S-WORKS Mountainbikes gegenübersteht. Ist mir neulich passiert. In Kostel’s Radhop in Klagenfurt. Schlappe 2.000 Euro hätte es gekostet. Ein hübsches Sümmchen wie ich meine. Aber wie oft im Leben kauft man sich denn schon ein solches MTB bitte schön??! Die Antwort ist bitter. Ich hab es schon einmal „getan“ und mit ein MTB gekauft. Es war ein YETI f.r.o. (für allen Nicht-Eingeweihten und Unwürdigen… das Kürzel steht für „for race only“ und ich weiß, warum es mir gerade eine Gänsehaut aufzieht…) und ich Depp ließ zu, dass irgendwelche Leute es mir in Salzburg klauten. Inklusive Shimano XTR, eh klar.
Und dennoch wurde beim S-WORKS widersagt. Weil das gute Teil zwar elend geil, fast ungefahren und XTR-bestückt, aber dennoch viel viel Geld kostete (das ich gerade eigentlich nicht besitze). Haben tu ichs, das Geld. Aber wie viel von dem auf einem Geschäftskonto (der eigenen Firma) „gehört“ einem schon. Siehste! Aber ich sage Euch: Einmal wird der Tag kommen. Und es wird KLEIN, Storck, Cannondale, Merlin, oder Gary Fisher darauf stehen am Rahmen. Und auf diesen Tag beginnen ich mich gleich mal heute zu freuen… Love & Peace!
Der Sommer gibt jetzt so mächtig Gas, dass es eine Sünde ist, sich nicht aufs MTB zu setzen. Die Frage, nehme ich das Handy mit oder nicht, habe ich bravourös gelöst. Ausschalten und mitnehmen zählt nämlich nicht, weil halbe Sache. Nein! Gleich weg damit und zu Hause gelassen das Ding. Gibt gleich ein gutes Gefühl, ohne Reisleine quasi. Kann man niemand vom Wald aus anheulen wie schlecht es einem geht, weil Sturz und Beinbruch und Schmerz. No Way! Ich war gleich hinter Klagenfurt im Wald. Um die Ecke quasi. Ein paar Impressionen dazu gibt es hier. Eh klar, dass die Steilheit und – ergo! – Geilheit auf den Bildern nicht annähernd rüberkommt. Das ist so wie Pantani (Gott habe ihn seelig!) die seilen Rampen nach Alp d’huez raufgehuscht ist und man zu Hause im Patschenkino dachte, dort ist es gerade mal so steil wie die Hauseinfahrt hoch… An alle da draußen: Wo geht ihr eigentlich Radfahren wenn in Kärnten die Sonne scheint? In Cesenatico oder was??!

Ach ja, ein fundamentales Problem bringt das hochgelobte Alleine-Radfahren ja dann schon: Wer macht die mega geilen Bilder verschwitzter Menschen, die sich mit Todesverachtung den Single-Trail hinunterstürzen?? Na siehste!
Also ob Courtney Love, die Schnalle des viel zu früh verblichenen Kurt Cobain am Cover nicht schon für sich ein Grund wäre, ein Magazin NICHT durchzublättern! Was mich dann aber im Inneren des WIENER, einem österreichischen Magazin der Reichen und Schönen, der Jungen und Jung gebliebenen erwartete, ließ mir – mit Verlaub – meinen weiß-blau-orangen Bell-Helm hochgehen. In der Aprilausgabe des Magazins testete „unser Mann fürs Extreme“ (O-Ton Wiener) einen Hilfsmotor (!!) für Mountainbikes. Das Resümee des Test. Ich zitiere:
Der Hilfsmotor hält tatsächlich was er verspricht. Und: Er ermöglicht eine bessere Tourenplanung. Plötzlich sind schwierige Strecken möglich. Leistungsunterschiede können in der Gruppe schnell ausgeglichen werden.
Ja hallo! Hat da jamand nicht kapiert, worum es beim Mountainbiken geht, oder was??! Schmerzen, Schweiß, Verzweiflung und das elendes, zugleich aber unbeschreiblich schöne Gefühl, das einen überkommt, wenn man mit letzter Kraft und zehn Minuten hinter dem Trainingspartner den höchsten Punkt der Tour erreicht hat. Darum geht es. Und das nehme ich mir, darum bringe ich mich selbst, wenn ich mit meinem motorbetriebenen „Mountainbike“ die Hügel hochfahre. Also echt, das kapiere ich nicht. Ein Magazin das Lifestile, Fun und Action vermitteln möchte, stellt solche Warmduscher-Utensilien vor. Würg!!. Ich meine. Wer den Gipfel des Mount Everest oder einen der anderen Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff nicht erreichen kann, soll keinen Schritt über das Basislager hinaus gehen. Wenn er es denn überhaupt erreicht. Wenn ich nicht kann, dann soll ich auch nicht. Jeder Mountainbiker mit gesunden Füßen und – hoffentlich gesundem Verstand – sollte also tunlichst die Finger von diesem Ding lassen. Wenn nicht, dann fahre ich ihn in Grund und Boden und lach ihn zur Strafe auch noch aus. Verdient hat er sichs!
Meine Freundin hatte vor ein paar Tagen einen Platten. Natürlich war ich zur Stelle, welche Frage. Ich mach das, lass mich ran, tönte ich da großspurig. Runter in den Keller, meine Pumpe – eine Blackburn, was sonst?! – holen, wieder rauf in die Wohnung und rasch ans Werk. So ins Schwitzen bin ich noch selten gekommen beim Radwechsel. Das Resultat. Ich würde es bestenfalls, naja als „Halbsteifen“ bezeichnen. Richtig hart bekam ich den MTB-Reifen damit jedoch nicht. Schöne Bescherung, wenn man dann kleinlaut sagen muss, wenn du mehr Luft haben möchtest, fahr doch bitte zur Tankstelle… Also ich hätte mir da mit einem Wort mehr Luft erwartet von der kleinen Pumpe. Schließlich hat die damals auch echtes Geld gekostet. Aber bitte. Wenigstens habe ich jetzt einen Grund mehr, nie die Luftpatronen zu Hause zu vergessen, wenn ich mich auf Tour begebe. Wenn mir so ein Pump-Spektakel nämlich im Wald passiert, ja frage nicht!


Schon wieder ein Blog. Der wie vielte zum Thema Rennrad Mountainbike? Keine Ahnung! Sein muss es trotzdem! Und dass es sein muss, ist mir heute eingeschossen, wie ich mit Tränen in den Augen (ja, da ist sie wieder die Gänsehaut
) aus dem Wald geschossen, die abschüssige Waldstraße vom Maria Saaler Berg hinunter und den Gegenhang hinauf zum Bildstock gefahren bin. Da war mir klar, heute Abend wird, muss ein Blog gestartet werden.
Worum soll es hier gehen? Wer soll sich hier treffen? Leute, Hobbypiloten wie du und ich, die gerne mal mit dem Rennrad, mit dem Mountainbike ein paar Runden ziehen, Leute, die das Gefühl kennen, wenn die Oberschenkel brennen und die sich auch mal ohne großartige Saisonvorbereitung, sprich Form, in einen steile Rampe stellen. Warum? Weil sie müssen! Genau solche Leute sollen sich hier treffen. Genau die möchte ich ansprechen. Genau mit ihnen diskutieren, was sie zu den Themen Rennrad und Mountainbike aber auch Profiradsport, Technik, Marken und schöne Orte zum Biken zu sagen haben.
Das war es für den Moment. Wir lesen uns – hier im Hobbypilogen-Blog!!


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